Die Zwergzebus vom Lindenhof auf dem Weg nach Antsirabe

Der heutige Tag hat gegen 6:30 begonnen. Nach einem leckeren, typisch französischen Frühstück begann unser Trip in die 170km südlich entfernte Stadt Antsirabe. ( übersetzt: Wo es viel Salz gibt ).

Bereits auf dem Weg begegneten uns spektakuläre Landschaften und die ersten Zebus, welche die Feldarbeit verrichteten. Als wir genauer nachfragten, erfuhren wir, dass die Zebus hauptsächlich eingesetzt werden, um die umgegrabenen Schollen auf den Reisfeldern zu zerkleinern. Feldarbeit wird auf Madagaskar mit der Hand verrichtet.

Auch zum Transport verschiedenster Ressourcen werden die Zebus sehr häufig eingesetzt.

Pierre zeigte uns eine Alu- Gießerei in Ambatolampy. Hier werden Souvenirs, sowie hilfreiche Produkte für die Einwohner Madagaskars hergestellt. Angefangen von Kochtöpfen bis hin zum Zebu-Kopf. Wir haben natürlich gleich ein Souvenir mitgenommen.

Angekommen in Antsirabe haben wir unser Hotel bezogen. Nachdem wir unsere Koffer auf die Zimmer gebracht haben, gab es im hoteleigenen Restaurant eine leckere Mahlzeit, natürlich vom Zebu.

Die Vereinigung ZOB.
Wir besuchten eine Vereinigung, welches Ausländern erlaubt, ein Zebu auf Kredit für Madagassische Bauern zu finanzieren. Ein Zebu kostet ca. 350€ und wird einem Bauern zur Hilfe bereitgestellt. Man hat jederzeit Zugriff auf Informationen bezüglich Zustand und Entwicklung des Zebus. Der Bauer muss den Preis innerhalb von 2 Jahren zurückzahlen. Unserer Meinung nach eine sehr gute Idee, um die Bauern auf Madagaskar zu unterstützen.

Weitere Informationen zu ZOB findet Ihr direkt auf der Webseite unter www.zob-madagascar.org

Die Schlachtung der Zebus auf Madagaskar.

Der nächste Step führte uns zu einer Schlachterei. Leider wurde uns der Eintritt verwehrt, jedoch dürfen wir am Freitag die Besichtigung fortsetzen.

 

Die Zebuhorn Manufaktur.
Pierre fragte uns, ob wir an einer Manufaktur im Eastern-Park interessiert sind, welche verschiedenste Gegenstände aus dem Zebu-Horn herstellen. Natürlich wollten wir auch dies erleben. Die Produkte werden in verschiedenen Phasen geformt, geschliffen und poliert. Hier schonmal einen ersten Einblick. Auf unserer Website könnt ihr dazu ein Video sehen.

Der Zebu Markt.
Nachdem wir diese Erfahrung machen durften, haben wir unseren ersten Markt besucht. Hier gab es alles. Angefangen vom Zebu-Fleisch, über Gewürze, die exklusivsten Früchte bis hin zu Textilien und Schuhen.

Die Wasserquelle „Ranovisy“.
Bei einem kurzen Abstecher an eine entlegene Wasserquelle, welchen von Norwegern im 19 Jahrhundert entdeckt wurde, standen wir den Zebus das erste mal direkt gegenüber. Unser Eindruck war, das die Zebus auf Madagaskar, welche den Namen Barea tragen, mit den ceylonesischen Zebus sehr gut vergleichbar sind.

Tradition mit Zebu Fleisch.
Einer der vielen Traditionen in Antsirabe ist es, nach getaner Arbeit Freunde zu treffen und gemeinsam zu speisen. Neben Hühnchen und anderen Leckereien, haben wir eine Spezialität namens „Maskita“ probieren dürfen. Das ist ein kleiner Fleisch-Spieß aus Filet und Buckel vom Zebu. Das Fleisch war sehr zart und gut gewürzt. Diese Spezialität werden wir sicher auch in unsere Produktpalette aufnehmen.

Wissenswertes:

– Wenn im Süden Madagaskars ein Mensch stirbt, welcher Zebus besitzt, dann werden erst all seine Tiere gegessen, bevor dieser begraben wird. Hierbei hilft das ganze Dorf mit.

– Wenn ein Junger Mann eine Frau aus einer anderen Familie heiraten möchte, muss er zuvor ein Zebu stehlen, welches er der Familie im Gegenzug überlässt. ( Geplant ist ein Treffen mit Zebudieben auf Madagaskar. )

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